Psychomotorik in der Logopädie

Psychomotorik - Was ist das?

In der Psychomotorik wird die enge Verbindung zwischen Motorik und Psyche betrachtet. Das heißt, dass die seelische und die körperliche Entwicklung eng mit einander verknüpft ist. So ist die Bewegung eines Menschen auch gleichzeitig deren Ausdruck der Gesamtpersönlichkeit. Bei Kinder ist das sehr schön zu beobachten, z.B. wenn sie vor Freude hüpfen, oder bei Angst sich klein machen oder starr werden vor Schreck. Im Mittelpunkt der psychomotorischen Behandlungsstunden steht die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit und die Handlungsfähigkeit des Kindes.

Wie erwirbt ein Kind seine Handlungsfähigkeiten?

Der Erwerb erfolgt über die drei folgenden Kompetenzen.

  1. Ich-Kompetenz - hierbei erlebt das Kind sich selbst und wird sich über sich selbst bewußt. Das Selbstbewußtsein entwickelt sich über das Wahrnehmen des Körpers in unterschiedlichen Situationen, ihn erleben, spüren und mit ihm umzugehen.
  2. Material-Kompetenz - hierbei lernen die Kinder die Dinge aus ihrer Umgebung zu erforschen, ihre Spielmaterialien zu ertasten und somit zu begreifen, diese an die Umwelt anzupassen, mit ihnen umzugehen und sie zu verändern.
  3. Sozial-Kompetenz - hiebei geht es in aller erster Linie um den Kontakt zu anderen Menschen. Dabei ist es notwendig mit diesen zu kommunizieren, sich anzupassen, Kompromisse zu schließen, andere in ihren Bedürfnissen wahrzunehmen und in eine sinnvolle Interaktion zu treten.

Bewegungsorientierte Sprachförderung bei Kindern

Wir haben uns auf die be­we­gungs- und stär­ken­orientierte Sprach­för­de­rung spezialisiert. Daher werden die Kinder nach dem Stand der Sprach- und Spiel­ent­wick­lung behandelt.

Unser Ansatz ist ganzheitlich - alle Wahrnehmungsbereiche wie hören, sehen, fühlen und ba­lan­cie­ren werden in die Sprach­för­de­rung integriert und dort trainiert und gefördert.

Die Kinder lernen vom 'Greifen' über das 'Begreifen' den 'Begriff' in Sprache und Schriftform umzu­set­zen. Da dieser An­satz für unsere kleinen Patienten sehr moti­vierend ist, kommen die die Kinder schnell zu einem guten Be­hand­lungs­er­folg.

"Spielend" schaffen es die Kinder mit Freude und Ausdauer ihre Auf­merk­sam­keit über den Behandlungszeitraum aufrecht zu erhalten.


Therapieverfahren in der Logopädie

  • Artikulationstherapie nach van Riper
  • Therapie der Sprachentwicklungsstörungen nach Wendtland, nach Zollinger, nach Padovan
  • Myofunktionelle Therapie nach Kittel und Garliner, Castillo Morales, nach Padovan
  • Stottertherapie nach Charles van Riper, nach Carl Dell, nach N. Katz-Bernstein
  • Phonetisch-phonologische Therapie nach Klemenz / Brandenburger
  • Phonologische Therapie nach Tanja Jahn und Detlef Hacker
  • Hörstörungen bzw. auditive Verarbeitungsstörungen nach Norina Lauer
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